Projektdetail

Werks- und Montageplanung für Konverter Philippsburg

 

Auf einen Blick

Branche: Elektrische Energietechnik
Endkunde: Siemens Energy
Projekt: Erstellung einer Werks- und Montageplanung
Besonderheiten: Bearbeitung von mehr als 15 Gebäuden
Projektlaufzeit: 2021

 

Ausgangssituation und Ziele: ULTRANET ist eine Netzverbindung mittels Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und Amprion. Verglichen mit der üblichen Übertragung von Wechselstrom bietet HGÜ zahlreiche Vorteile wie eine deutlich höhere Leistungsdichte und eine bessere Steuerbarkeit, was nicht zuletzt in Hinblick auf die Energiewende von Bedeutung ist.

Auf dem Gelände des 2019 abgeschalteten AKWs Philippsburg entsteht ein Gleichstrom-Umspannwerk (Konverter) für die Umwandlung des Gleichstroms aus dem ULTRANET in Wechselstrom.

Für den Konverter mit mehr als 15 Hallen und Gebäuden bestand bereits eine Ausführungsplanung. Diese war in einem nächsten Schritt in eine Werks- und Montageplanung zu überführen. Neben der eigentlichen Planung bzw. Anpassung sollte insbesondere auch eine detaillierte Darstellung der zu verwendenden Materialien entstehen. Die Umsetzung des Projekts übernahm ASCORI.

Projektumfang: Das Aufgabengebiet von ASCORI umfasste die Kabeltrassen, den Blitzschutz, den Potentialausgleich sowie die Telefonie.

Im Bereich Kabeltrassen mussten neue Kabelwege geplant werden. Dabei wurden den bestehenden Ausführungsplänen auch Details zu Deckenabhängungen, Konsolen (Wand- bzw. Deckenmontage) und Befestigungselementen an Stahlträgern hinzugefügt. In Abstimmung mit dem Systemgeber der Trassen und Steiger wurde das Montagematerial festgelegt und bauabschnittweise bestellfertig erfasst.

Für den Blitzschutz wurden detailliertere Darstellungen zur Verlegung und zum Anschluss der äußeren Blitzschutzanlage auf dem Dach erstellt. ASCORI realisierte auch die Einbindung des Seilsicherungssystems in die Blitzschutzanlage. Die Position von Fangstangen wurde fachlich überprüft und überarbeitet. Zusätzlich wurde eine Trennungsabstandsberechnung durchgeführt und eine Stückliste angefertigt.

ASCORI plante darüber hinaus den Potentialausgleich für das gesamte Werk und begleitete die Montage. Dabei galt es, eine Vielzahl von konstruktiven Bauteilen sowie technologischen und elektrischen Geräten einzubeziehen. Darstellungen der Anbindung von Kabeltrassen, Doppelböden oder Gitterrosten wurden ebenso in die Ausführungspläne integriert wie Details zu Erdungsfestpunkten und zum Anschluss der umlaufenden Erdungssammelschienen. Auch hier wurde eine Stückliste der zu verwendenden Materialien angefertigt.

Für das Gewerk Telefonie bzw. Fernmeldetechnik beinhaltete die Aufgabe zunächst eine konzeptionelle Planung. Dazu war es erforderlich, mit dem Auftraggeber und Betreiber entsprechende Gespräche zu führen und Absprachen zu treffen. Im Laufe des Projektes wurden Funktionsschemata, Kabellisten und weitere Übersichten (z. B. Belegung der Patchfelder) erarbeitet und projektbegleitend aktualisiert. In Installationsplänen wurden die einzelnen Geräte verortet (Datenschrank, Datendosen, Einhausungen etc.) und die geforderte Ausführung detailliert beschrieben.

Ergebnis: In enger Zusammenarbeit mit Herstellern entwickelte ASCORI kundenspezifische Lösungen für die Werks- und Montageplanung des Konverters Philippsburg. Da die Details stets in Rücksprache mit den zuständigen Gewerken erarbeitet wurden, kann die bauliche Ausführung auf Basis der entstandenen Pläne reibungslos erfolgen.

Ausführliche Informationen zur ULTRANET-Verbindung Osterath – Philippsburg können Sie hier herunterladen.

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