Projektdetail

Erdungsmessung von Freileitungsmasten

 

Auf einen Blick

Branche: Messen und Prüfen
Endkunde: 50Hertz und TransnetBW
Projekt: Erdungsmessung von Freileitungsmasten
Besonderheiten: Einsatz des jeweils geeignetsten Messverfahrens
Projektlaufzeit: 2021

 

Ausgangssituation und Ziele: Elektrische Anlagen und Betriebsmittel sind regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu überprüfen. Das gilt auch für Erdungsanlagen von Freileitungsmasten.

Mit der messtechnischen Prüfung werden der Ausbreitungswiderstand und die Berührungsspannung der Erdungsanlage ermittelt. Ein niedriger Ausbreitungswiderstand verringert die Gefahr von rückwärtigen Überschlägen durch Blitze. Die Berührungsspannung ist wichtig, um bei exponierten Maststandorten eine potenzielle Gefährdung von Personen oder Nutztieren in der Nähe des Mastes zu erkennen.

Mit einer Sichtprüfung durch Aufgrabung kann die Diagnose des Zustands der Erdungsanlage weiter präzisiert werden.

ASCORI führt im Auftrag seiner Kunden jährlich über tausend Messungen und Aufgrabungen an Freileitungsmasten, exponierten Masten und Funkmasten durch. Unter anderem aufgrund dieses Know-hows beauftragten uns TransnetBW und 50Hertz mit der Erdungsmessung von Freileitungsmasten im Südwesten und Osten Deutschlands.

Projektumfang: Insgesamt wurden bei über eintausend Masten der Ausbreitungswiderstand ermittelt und bei exponierten Masten zusätzlich die Berührungsspannungen gemessen. Alle Messungen und Prüfungen wurden dokumentiert und bei einzelnen Masten mit einer Fotodokumentation ergänzt. Der Dokumentationsumfang hing dabei von der Mastart und vom Kundenwunsch ab.

Bei den Erdungsmessungen wendete ASCORI verschiedene Messverfahren an, die auf der Strom-Spannungs-Methode basieren:

  • frequenzselektives Messverfahren
  • passives Messverfahren (Adolf-Matthias-Verfahren)
  • Hochfrequenz-Messverfahren
  • Schwebungsverfahren

Die Wahl des geeignetsten Messverfahrens erfolgte abhängig von den örtlichen Bedingungen. Nach Möglichkeit wurde jeder Messwert mit einem weiteren Messverfahren bestätigt. Lagen die Messwerte in der Nähe oder außerhalb der zulässigen Grenzwerte, wurde zusätzlich der spezifische Bodenwiderstand messtechnisch ermittelt.

Ergebnisse: Alle Messergebnisse wurden in einer Datenbank erfasst. Die umfangreiche Datenbasis hilft bei der Beurteilung von Erdungsanlagen mit schwierigen Messbedingungen. Anhand der Ergebnisse können mit dem Auftraggeber weitere Maßnahmen diskutiert werden.

Die Messungen haben gezeigt, dass die zunehmenden Trockenperioden infolge der Erderwärmung einen Einfluss auf bspw. die Ausbreitungswiderstände von Freileitungsmasten haben. Das betrifft besonders leichte, sandige Böden, wie sie z. B. in Brandenburg häufig sind. Auf Basis der Messdaten werden die Ergebnisse mit den AG diskutiert und mögliche Maßnahmen besprochen.

Ausblick: Weitere bundesweite Erdungsmessungen folgen.

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