Projektdetail

Umspannwerk Holzhausen: Erdungsmessung

 

Auf einen Blick

Branche: Messen und Prüfen
Projekt: Erdungsmessung für das neu gebaute Umspannwerk eines Windparks
Besonderheiten: Es stand keine Freileitung zur Verfügung, die als Messleitung zum Gegenerder genutzt werden konnte.
Projektlaufzeit: November 2015 bis Dezember 2015

 

Ausgangssituation und Ziele: Der ab 2014 neu errichtete Windpark Heidenrod im Taunus umfasst insgesamt 12 Windkraftanlagen. Im Zuge des Windparkbaus wurde auch das Umspannwerk Holzhausen neu gebaut. Die elektrische Prüfung zur Inbetriebnahme der Erdungsanlage des Umspannwerks übernahm ASCORI.

Die Erdungsanlage umfasst eine Fläche von ca. 1000m². Als Erdungsmaterial wurde blankes Kupferseil, 95mm², verwendet. Das Maschennetz wurde in einer Tiefe von 800mm verlegt, die Potentialsteuererder befinden sich in 500mm Tiefe.

Projektumfang: Zu bestimmen waren der Potentialverlauf im Einflussbereich der Erdungsanlage, die Erdungsspannung, die Erdungsimpedanz und die Berührungsspannung gemäß DIN EN 50522 (VDE 0101-2).

ASCORI führte die elektrische Prüfung der Erdungsanlage nach der Strom-Spannungs-Methode durch. Zur Eliminierung von Fremd- und Störspannungen wurde das Umpolungsverfahren angewendet. Für die Messung der Berührungsspannung kam ein 1-kΩ-Widerstand als Nachbildung des Körperwiderstandes zum Einsatz. Der Standortwiderstand wurde mittels einer quadratischen Messsonde mit einer Auflagefläche von 400 cm² dargestellt, die mit einer Person belastet wurde.

Da der Netzbetreiber keine Freileitung als Messleitung zur Verfügung stellen konnte, konstruierte ASCORI eine Messleitung aus den Kabelverbindungen des Windparks. Dabei musste u. a. auf einen ausreichenden Abstand zwischen Erdungsanlage und Gegenerder geachtet werden. Als Gegenerder nutzte ASCORI die Erdungsanlage einer Windenergieanlage.

Ergebnisse und Ausblick: Die Messergebnisse bestätigten die Vorschriftsmäßigkeit der Erdungsanlage. Auch die Wirksamkeit der getroffenen Erdungs- und Potentialausgleichsmaßnahmen hinsichtlich des Schutzes von Personen bei indirektem Berühren betriebsmäßig nicht unter Spannung stehender Metallteile konnte nachgewiesen werden.

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